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Die Spurensuche wird zur Detektivarbeit.
Vorgeschichte: Die Daten aus denen ich unseren Stammbaum erstellt habe entstammen nicht alleine meiner eigenen
Forschungsarbeit sondern ebenso dem Spürsinn und der Detektivarbeit von Michael Ohrts und Frau Radziwill. Michael und ich haben uns 2001 im Internet kennen gelernt, oder besser gesagt ich, (Heiko Stolten) bin bei
meiner Suche nach weiteren Stolten’s im Internet auf Michael’s Seite gestoßen www.ohrts.com. Michael erforscht unter anderem seine Linie der Familie Stolten. Ich habe einen Eintrag in seinem Gästebuch hinterlassen (der steht da übrigens immer noch
drin) und Michael hat darauf geantwortet. Lange Rede, kurzer Sinn: Michaels Mutter ist eine geborene Stolten, stammend aus Sülfeld. Durch unsere Forschungsarbeit ist nun eines sicher festgestellt: Michael und
ich sind Vettern 10ten Grades, also weitläufig verwandt. Das gilt demnach auch für den Rest unser beider Familien – Mehr oder weniger.
Eine erwähnenswerte Tatsache am Rande: Bis Juni 2000 (da sind wir
von Hamburg Stellingen nach Hamburg-Lurup umgezogen) haben Michael und ich sozusagen fast Tür an Tür gewohnt ohne das wir voneinander wussten. Michael hat nur eine Straße weiter in Hamburg-Stellingen von uns
entfernt gewohnt. Luftlinie vielleicht 300 Meter. Und wir hatten sogar eine gemeinsame Bekannte in dieser Gegend. Und da behaupte noch einmal jemand das wären schnöde Zufälle.
So, das war das eine, nun zum
anderem: Michael hat sich wieder einmal im Kirchenbuch Amt in Bad Segeberg vergraben und hat wieder wichtige Dinge ans Tageslicht gefördert. Allerdings mutiert die Arbeit jetzt zu einer echten Detektivarbeit, denn
um 1700 herum wurden Kirchenbücher nicht unbedingt nach streng organisatorischen Regeln geführt wie man das heute machen würde, also streng Preußisch. Dieser Umstand macht die Arbeit Heute um so schwieriger. Wie Kirchenbücher geführt wurden könnt Ihr hier nachlesen.
Ich möchte hierzu einmal Michael
zu Wort kommen lassen, der uns einmal kurz erklärt wie so eine Suche im Archiv abläuft. Das Kirchenbuchamt Bad Segeberg besitzt zum
Kirchspiel Leezen 2 Ordner Register. Im 1. Ordner sind alle Geburten sortiert nach den Vätern (da ist schon das erste Problem, was ist wenn ich den nicht kenne) das sind bei den Stoltens immerhin ca. 6 Seiten.
Im 2. Ordner sind die Hochzeiten, sortiert nach den Nachnamen der Ehefrauen. Der 2. Teil sortiert nach den Nachnamen der Ehemänner. Teil 3
beinhaltet das Sterberegister sortiert nach den Familiennamen (hier das nächste Problem. Die Anzahl der Toten Stoltens ist wesentlich geringer als die der geborenen. Gründe: Die weiblichen Kinder haben geheiratet,
die noch lebenden Witwen habe wieder geheiratet und viele männliche Stoltens sind abgewandert.)
Meine Suchtechnik in diesem Archiv: Zu allererst die
Heiratsdaten: dort findet man häufig einen Hinweiß auf die Eltern oder frühere Ehen. Die Nummern aus dem Register beziehen sich auf die KB Einträge nicht auf die Microfiches !!!! Dann habe ich im Geburtsregister
gesucht, dabei beachtet das die Ehemänner zur Zeit der Hochzeit nicht jünger als 20 waren (Erfahrungswert)
Wenn das alles nicht geholfen hat (z.B. ein Hans bei der Hochzeit, kann bei der Geburt Johannes
geheißen haben oder Hans Hinrich. Bei den Stoltens kommt erschwerend hinzu das der Name Hinrich auch Heinrich oder Henrich heißen kann. Selbst der Name Stolten wird auch Stolt, Stolte und Stoltenß geschrieben auch
Stoltwedel gibt es). Dann bin ich ins Sterberegister gegangen, dort findet man in der Regel das genaue Alter und die Namen der Hinterbliebenen, in Leetzen vor 1720 aber auch das alles nicht. Bei den Geburten kein
Hinweis auf die Mutter. Aber ohne Mutter ist es schwer den richtigen Vater zu finden, wenn zeitgleich mehrere mit dem selben Vornamen existieren.
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Am Ende des 17. Jahrhunderts gab es im Kirchspiel Leezen folgende Vornamen bei den Stoltens: Casten, Peter, Hinrich und Marx.
Leezen wurde wie auch Heiderfeld im 30. Jährigen Krieg (1618
– 1648) total zerstört, was zur folge hatte das viel alte Leezener Familien abwanderten, und viele Höfe wüst lagen.
Das Buhdorf oder später Baudorf ist der älteste Teil Leezens, um den Dorfplatz herum
lagen die größten Hufen und sogar 2 Doppelhufen. Davon lagen 2 Hufen wüst, die auf die dort ansässigen Bauern / Hufner verteilt wurden:
Hinrich Tegen, Bauernvogt Hans Hillebrand, Claus Becker und Steffen Voß.
Die wüsten Hufen waren Broders Erbe und Tegens Erbe. (Quelle:
800 Jahre Leezen )
Hier tauchen die Stoltens nicht auf, ich glaube aber das sie ebenfalls über den Ankauf von wüsten Hufen in Leezen zu Besitz kamen.
Die Frage ist wo kamen sie her? Eine mögliche Quelle kann die alte Leezener Chronik von 1939 sein da werde ich mal sehen ob ich die irgendwo auftreibe.
Michael Ohrts
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