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So sah die alte Feldsteinkirche in Leezen aus bevor sie 1870 wegen Baufälligkeit abgerissen und durch einen Backsteinbau ersetzt wurde. Der neue Backsteinbau fand
offenbar nicht viel Zuspruch: “Höchst dürftig aus Ziegeln durch Pastor Decker erbaut” sagte Richard Haupt (Prov. Konservator)
In dieser alten (Foto) Kirche wurden die Tönningstedter Stolten’s bis 1870
getauft, hier heirateten sie, wurden konfirmiert und hier wurden sie beerdigt. Ab 1870 – 1907 dann im Neubau der Kirche (wie sie heute noch steht). Von Tönningstedt nach Leezen sind es ca. 9 Kilometer, eine weite
Strecke mit Kutsche oder zu Fuß bei Wind und Wetter, querfeldein. 1880 wurde der alte Friedhof rund um die Kirche geschlossen. Noch heute befinden sich auf ihm klassizistische Sandsteinstelen und Gußeisenkreuze. Der neue
Friedhof wurde in Neversdorf angelegt.
1907 bekamen die Tönningstedter Stoltens dann eine Kirche gleich um die Ecke und brauchten nicht mehr ins 9 Kilometer entfernte Leezen reisen. Tönningstedt wurde 1907 nach Sülfeld
umgepfarrt. Jetzt wars nur noch ein Katzensprung
2004 Heiko Stolten
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